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Arm oder warm?
Die zynischen Bemerkungen eines bekannten, mit Absicht hier nicht genannten, Berliner Senators ließen letztes Jahr halb Deutschland vor Empörung aufschreien. Der Aufruf die Zimmertemperatur auf 16°C herunterzuregeln, um Heizkosten zu sparen, ist allerdings nicht nur zynisch. Das Herunterregeln führt möglicherweise auch noch zu gefährlicher Schimmelbildung. Denn desto kühler die Zimmertemperatur ist, desto weniger Luftfeuchtigkeit kann die Raumluft aufnehmen. Der Rest an Luftfeuchtigkeit schlägt sich dann an Wärmebrücken oder in diesem Fall eher Kältebrücken, wie z.B. schlecht isolierten Fenstern oder Fensterbrettern, oder an der Wand an und führt zur Schimmelbildung. Nur häufiges Stosslüften hilft dann noch, führt aber zur weiteren Auskühlung des Raumes.

Europäische Norm – EN 12831
Die EN 12831 legt ein Verfahren fest, mit dem die notwendige Wärmezufuhr berechnet werden kann, um in den Räumen die Norm-Innentemperatur sicherzustellen. Als Voraussetzung werden genormte Rahmenbedingungen, wie z.B. die Norm-Innentemperaturen, festgelegt.
Dadurch wird das Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast europaweit vereinheitlicht. Am 1. Juli 2008 wurde eine Neuausgabe des nationalen Beiblattes veröffentlicht, welche die Ergebnisse auf die Werte der alten DIN 4701 absenkt. Wenn kein nationaler Anhang zu dieser Norm verfügbar ist, können die Werte dem Anhang D der EN 12831 entnommen werden.

Norm-Innentemperatur und Wohlfühltemperatur
Die Norm-Innentemperaturen ergeben sich aus der Nutzungsart der Räume und können dem Anhang D der EN 12831 entnommen werden.

Norm-Innentemperatur und Wohlfühltemperatur müssen nicht übereinstimmen. Oft empfindet man in Wohnräumen höhere und in Schlaf- und Nebenräumen tiefere Temperaturen als angenehm.

  Raumart    Norm-Innentemperatur    Reduzierte Temperatur  
Wohn- u. Schlafräume20 °C16-17 °C
Küche20 °C18 °C
Bade- und Duschräume24 °C22 °C
Büro-, Verkaufsräume20 °C 
Unterrichtsräume20 °C 
WC-Räume20 °C 
Beheizte Nebenräume (Flure, Treppenhäuser)15 °C 
Unbeheizte Nebenräume (Keller, Treppenhäuser, Abstellräume)10 °C 

Durch eine leichte Absenkung der Raumtemperatur in einigen Zimmern lässt sich während Abwesenheitszeiten (Schule, Beruf) in der Praxis Energie einsparen. Eine Absenkung um 1°C bringt bis zu 6% Energieeinsparung.

Die Absenkung ließe sich z.B. komfortabel durch programmierbare Heizkörperthermostate erreichen. Die Montage lässt sich leicht selbst erledigen. Da Sie das Ventil nicht entfernen, muss die Heizung auch nicht entwässert werden. Eine Rohrzange benötigen Sie allerdings zum Ab- und Anschrauben der alten und neuen Thermostate.

Weitere Vorteile der nachfolgend genannten Thermostate sind:

  • Paßt auf alle gängigen Heizkörperventile
  • Leichte Montage und Bedienung
  • Kein Wasser ablassen notwendig bei Thermostatinstallation
  • Schließt beim Lüften das Heizventil automatisch
  • Kindersicherung schützt vor unerwünschter Bedienung
  • Manuelle Bedienung auch bei leeren Batterien möglich
  • Wochenprogramm
  • Tagesschaltprogramm mit 4 Tagesschaltpunkten
  • Kleinster Schaltabstand 10 Min.
  • Selbsttest und Ventlifreispülung gg. Kalkablagerungen 1 x wöchentlich
  • Frostschutz-Automatik schützt den Heizkörper vorm Einfrieren

Zum Vergleich finden Sie hier Honeywell HR-20 Rondostat 3erSet Zeitgesteuerter Heizkörperregler
(drei Thermostate ohne Funkfernsteuerung) und Honeywell CM57 Funkgesteuerter Heizkörperregler mit 3 Reglern
(drei Thermostate mit Funksteuerung).

Von admin, 16. Dezember 2009, 02:27 Uhr

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