Anzeigen


Artikel als PDF PDF Zurück zur Startseite Startseite

Geotagging = [Wo aufgenommen]
Geotagging ist im allgemeinen Sprachgebrauch, Sie erinnern sich, das Zuweisen von Ortsangaben zu Bilddaten. Für Profis, Vielfotografierer nahezu unverzichtbar. Für Vergessliche ein absolutes Muss.

Immer mehr Digitalkameras auch aus dem Bereich der Kleinen und Kompakten bieten diese Funktion. Für ältere Digikams werden in den Standard-Blitzschuh einsetzbare GPS-Adapter angeboten. Eine Software führt dann Bild- und GPS-Daten zusammen.

Im Hobbybereich stellt sich allerdings folgende Frage. Muss man wirklich wissen, wo man ein Foto geschossen hat, wenn man schon nicht mehr weiß, was das Foto zeigt? Man weiß dann zwar den Ort der Aufnahme, man kann das Foto in einer Fotoanwendung verschlagworten, hat aber keinen Bezug mehr zu dem Schnappschuss. Nun ja, man kann das Foto wenigstens einsortieren und später per Schlagwort wiederfinden. Fragt sich nur, wozu?
Der Hauptnutzen dürfte darin liegen, der Welt jederzeit und von überall aus den Beweis erbringen zu können, dass man das Taj Mahal auch wirklich in Indien (GPS-Koord.: 27.175 / 78.042) aufgenommen hat.

Geotagging² = [Wo aufgenommen] x [Wo hingesehen + Frostfaktor]
Um das ganze noch zu toppen, beschenkt uns die Industrie voraussichtlich zu Weihnachten (wer hätte es geahnt) nun auch mit einem GPS-Adapter mit eingebautem Kompass, Neigungs- und Temperaturmesser.

Kompass, horizontale und vertikale Neigung, Temperatur
Der Kompass gibt die Blickrichtung an. Auch die horizontale und vertikale Neigung ermittelt das Gerät.
Wenn sie sich also in Zukunft nicht mehr an den Schnappschuss erinnern, wissen Sie doch,

  • wo Sie das Bild aufgenommen haben
  • ob Sie das Bild nach links, rechts, unten oder oben geneigt aufgenommen haben und
  • ob Sie dabei gefroren haben.

Na gut, bei einem Winterbild aufgenommen von der Skipiste ins Tal könnten Sie sich das auch so zusammenreimen.

Geotagger Pro
Der Geotagger Pro vereint alle diese Funktionen in sich. Er wird einfach in den Blitzschuh einer beliebigen Digitalkamera eingesetzt. Die passende Firmware soll über den USB-Anschluss ladbar sein. Eine Firmware-Upgrading-Software kann man als RAR-Archiv hier herunterladen. Der Link zu dem Handbuch ist noch nicht freigegeben. Der Preis soll knapp unter 300 Euro liegen.

Direktes Geotagging, d.h. direktes übertragen der GPS-Daten per Kabel zur Kamera, ist mit (Nikon-)DSLRs möglich, sofern die Kamera einen GPS-Anschluss besitzt. Auf der Webseite des deutschen Vertreibers findet man folgende Kameras gelistet:

  • Nikon D200*, D300, D300s, D700, D2x, D2h, D3, D3s, D3x (10-Pin-Anschluss)
  • Fuji 5s Pro* (10-Pin-Anschluss)
  • Nikon D5000, D90 (8-Pin-Anschluss)

* keine direkte Verarbeitung der Kompass-Blickrichtung möglich.

Hier finden Sie ein Buch zum Thema “So vergessen sie nie wieder, wo sie ein Foto gemacht haben“.

Von admin, 17. Dezember 2009, 17:00 Uhr

Kommentiere den Artikel oder setze einen Trackback

Bisher keine Kommentare zum Artikel

  1. Bisher keine Kommentare

Kommentiere den Artikel



Kommentare zu diesem Artikel über RSS 2.0-Feed verfolgen