Nach der sogenannten Kreditklemme, plagt uns nun womöglich eine Kreditkartenklemme. Wie heise Security meldete, ist ein Chip-Softwarefehler Grund für den aktuellen EC-Karten-Ärger.
Viele Postbankkunden versuchten am Wochenende vergeblich mit EMV-Chips ausgestatteten EC- und Kreditkarten am Automaten Geld abzuheben. Ursache ist die fehlerhafte Verarbeitung des Datums auf dem Chip. Dies führt seit dem 1. Januar dazu, dass die EMV-Anwendung manche Transaktionen in Geldautomaten, die mit neuester Software ausgestattet sind, abbricht.
Die EMV-Technik soll die EC- und Kreditkarten vor dem illegalen Kopieren z. B. mittels Skimming schützen und den bisher üblichen Magnetstreifen ersetzen. Genaueres zur Technik kann man bei Wikipedia nachlesen.
Gemalto – der französische Kredidkartenhersteller – hat in einer Stellungnahme die Schuld an dem derzeitigen EC- und Kreditkartendesaster in Deutschland eingeräumt. Derzeit arbeite man laut Gemalto mit den Banken an einer Lösung, um den Austausch der geschätzt 30 Millionen fehlerhaften Karten zu verhindern. Das kann man durchaus so glauben, denn ein Austausch der Karten, kostet laut Schätzungen ca. 240 Millionen Euro – zuzüglich des Arbeitsaufwands für die nun mehrfachen Umstellungen der Geldautomaten.
Ein Frage steht allerdings noch im Raum. Warum sind die für andere Länder produzierten Karten – laut Gemalto – nicht betroffen?
Es wurden noch weitere IT-Probleme nach dem Jahreswechsel gemeldet. Wer sich dafür interessiert, wird hier fündig.
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