Über Sinn und Unsinn von digitalen Bilderrahmen wurde schon viel geschrieben. Digitale Bilderrahmen waren an Weihnachten mit einer der Verkaufshits in den Elektromärkten. Das hat man auch schon öfters gelesen. Es ist allgemein bekannt, dass gerade digitale Bilderrahmen gerne verschenkt werden(1). Dass digitale Bilderrahmen natürlich elektrische Leistung verbrauchen ist auch Jedem klar. Aber Moment, wie viel Leistung verbraucht ein digitaler Bilderrahmen eigentlich? Und wieviel Leistung verbrauchen alle digitale Bilderrahmen, die letztes Jahr an Weihnachten in Deutschland gekauft wurden?
Gehen wir systematisch vor. Wieviele wurden denn an Weihnachten verkauft?
In einer Pressemeldung vom 23.12.2009 verlautbarte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), digitale Bilderrahmen hätten sich als kostengünstiges Weihnachtsgeschenk etabliert. Die Verkäufe erreichten im Jahr 2009 rund 2 Millionen Stück. Etwa die Hälfte des Absatzes digitaler Bilderrahmen entfällt dabei auf das Weihnachtsgeschäft, hat BITKOM ermittelt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass BITKOM-Vizepräsident Achim Berg ziemlich genau dieses Ergebnis am 13.9.2009 vorausgesagt hat. Zitat: „Für das Jahr 2009 erwarten wir in Deutschland einen Absatz von über zwei Millionen digitaler Bilderrahmen“(1).
Milchmädchenrechnung Teil 1
Wieviel Leistung/Energie verbraucht ein digitaler Bilderrahmen im Durchschnitt?
Geht man von einer Tabelle aus, die die Stiftung Warentest herausgegeben hat, benötigt ein digitaler Bilderrahmen im Schnitt 25 Kilowattstunden (kWh) Energie im Jahr. Vorausgesetzt ist ein Nutzungsprofil mit 8 Stunden Betriebs- und 16 Stunden Auszeit. Da bei manchen Modellen gar kein Ausschalter und auch kein Standbybetrieb verfügbar ist, kann man davon ausgehen, dass der reelle Durchschnittswert eher höher ist.
Wie hoch ist dann der Gesamtverbrauch?
Bei einer Anzahl von einer Million verkauften Einheiten an Weihnachten, ergibt sich dann eine Gesamtverbrauch von 25.000.000 kWh in einem Jahr.
Auf die durchschnittliche Nutzungsdauer eines derartigen Bilderrahmens von 6 Jahren (laut Stiftung Warentest) umgerechnet, sind das insgesamt 150.000.000 kWh.
Milchmädchenrechnung 2
Laut dem Bund der Energieverbraucher verbraucht ein Haushalt im Schnitt 3.500 kWh im Jahr. Wenn man also statt der einen Million digitaler Biderrahmen gewöhnliche Bilderrahmen gekauft hätte, könnte man mit der “gesparten” Energie 7140 durchschnittliche Haushalte in Deutschland für sechs Jahre versorgen.
Rechnet man das Ganze mit den von Analysten erwarteten weltweiten Verkaufszahlen für das ganze Jahr 2013(1), kommt man zu einer “gesparten” Energie von ungefähr 7.500.000.000 kWh für sechs Jahre. Damit könnte man dann ungefähr 350.000 durchschnittliche Haushalte in Deutschland für sechs Jahre versorgen.
Aber mal ehrlich, welches Milchmädchen käme denn auf die Idee, dies auszurechnen? Kennen Sie Eines? Dann fragen Sie sie doch. Und fragen Sie sie auch gleich, ob Sie lieber ein sorgfältig ausgesuchtes und ausgedrucktes Foto als Erinnerung an einen schönen Moment haben möchte oder einen digitalen Bilderrahmen mit 1000 schlecht ausgeleuchteten Fotos und Rote-Augen-Effekt.
Sollte sie sich wider Erwarten für den digitalen Bilderrahmen entscheiden, könnten Sie vielleicht den Philips Photoframe SPF2017 (Anzeige) nehmen. Das Modell ist Testsieger in einem aktuellen Vergleichstest von Netzwelt.
(1)Analyse “Digital Photo Frames Market Driven by Gift-Giving Status” von In-Stat
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